Safari-Highlight: Tierwanderung in die Masai Mara - © Guido Bürger/ Kenya Tourism Board

Zur Tierwanderung in die Masai Mara

Safari-Highlight

Wenn sich rund 1,5 Millionen Gnus und Zebras vereinigen, um als gigantische Herde in die Masai Mara zu ziehen, ist das ein faszinierendes Naturschauspiel – und ein Muss für jeden Safari-Fan. Denn in der Masai Mara, dem kenianischen Teil des Serengeti-Ökosystems, sind die Weidegründe noch frisch.
Los geht‘s gegen Einsetzen der Trockenzeit ab ca. Juli: Dann erreichen die ersten aus der Serengeti kommenden Gnu- und Zebraherden den Sand River im kenianisch-tansanischen Grenzgebiet. Wenige Tage später überquert die erste Vorhut der riesigen Herden den Mara-Fluss.

Ihren Höhepunkt erreicht die Tierwanderung in der Regel im Zeitraum August bis Oktober, wenn so viele Gnus und Zebras durch die Weiten der Masai Mara streifen, dass sich die Herden für den Betrachter mitunter bis weit über den Horizont hinaus erstrecken. Wer dieses Spektakel im Rahmen einer Safari einmal miterlebt hat, wird den Anblick, den Geruch sowie das laute Blöken und Schnauben der Tiermassen nie mehr vergessen.

Auf ihrer Wanderung müssen die Herden mehrmals Flüsse überqueren, was vor allem an den steilen Ufern des Mara-Flusses zu einer enormen Herausforderung wird. Oft drängen sich die Tiermassen tagelang vor den Steilufern, bis das erste Tier den Absprung in die Fluten wagt. Danach gibt es kein Halten mehr – Hunderte bis Tausende Artgenossen folgen diesem Beispiel und stürzen sich das Steilufer hinunter. Nicht alle Tiere erreichen das gegenüberliegende Ufer: Viele der Gnus und Zebras brechen sich im Gedränge die Beine, ertrinken oder werden Opfer der meterlangen Nilkrokodile.

Für Aasfresser ist der Tisch während dieser Zeit reich gedeckt: An den Sandbänken und Flussbiegungen lauern Hyänen, Schakale und Geier auf antreibende Tierkadaver. Aber auch für Raubtiere, vor allem für Löwen und Leoparden, verspricht die Tierwanderung ein üppiges Festmahl. Die 1.510 km² große Masai Mara liegt im Südwesten Kenias und zählt zu den berühmtesten Tierschutzgebieten der Welt. Neben den Big Five – Löwe, Nashorn, Elefant, Leopard und Büffel – kann man mit etwas Glück auch unzählige weitere Savannentiere beobachten, darunter Zebras, Gnus, Krokodile, Flusspferde, Giraffen sowie über 400 Vogelarten.

Für die Übernachtung stehen diverse Unterkünfte vom einfachen Zeltlager über Lodges bis hin zum Luxuscamp zur Verfügung. Zu den neuesten Unterkünften im Gebiet der Mara gehören das Olare Mara Kempinski und Mahali Mzuri aus Richard Bransons Virgin Limited Edition. Vollkommen ungestört genießt man die Natur in den Conservancies. In den kommunal verwalteten Schutzgebieten am Rande der Masai Mara ist die tägliche Anzahl der Besucher beschränkt und die Camps und Lodges orientieren sich streng an den Prinzipien des Ökotourismus.

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